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ÖSW präsentiert „Vektorgotik“

16. Dezember 2025

Neue Fassadenkunst in Mariahilf
ÖSW präsentiert „Vektorgotik“

Der ÖSW Konzern setzt mit einer Fassadenkunst-Reihe ein sichtbares Zeichen für gesellschaftlich relevante Themen: Insgesamt acht Wohnbauten in Wien werden von Künstler:innen gestaltet, um den urbanen Raum nicht nur optisch zu bereichern, sondern auch inhaltlich zu beleben. Die Fassadenkunstwerke sollen als künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen verstanden werden und zur kulturellen Vielfalt des jeweiligen Stadtteils beitragen. Mit dem Kunstwerk „Vektorgotik“ am ÖSW Wohnhaus in der Esterházyhasse 2 in 1060 Wien wurde nun das zweite Projekt dieser Reihe in Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Wien (KÖR Wien) realisiert.

Das Wohnhaus an der Ecke Wienzeile/Esterházygasse zählt zu den architektonisch besonders charakteristischen Gebäuden des Bezirks. Errichtet in den 1990er-Jahren, trägt es die Handschrift der Postmoderne: Unterschiedliche Fensterformen, ein markantes Dachgesims und die prägnante Eckrundung greifen unterschiedliche Architekturepochen auf. Die klaren Flächen der Fassade bieten dabei eine ideale Bühne für eine künstlerische Gestaltung – ein Dialog, den Luisa Kasalicky mit ihrer Arbeit nun neu eröffnet hat. Die Künstlerin wurde in Kooperation mit KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, einer Institution der Stadt Wien Kunst GmbH, für die Gestaltung der Hauswände ausgewählt.

Kasalickys „Vektorgotik“ zeigt eine vielschichtige, kaleidoskopartige Ornamentik, die historische Formen zitiert und zugleich stark abstrahiert. Für ihre Arbeit griff sie auf Seccotechnik zurück: Ihre farbigen Elemente setzte sie mit speziellen, mineralischen Farben um. Deren Pigmente dringen tief in den Putz ein und werden dauerhaft im Material verankert. Dadurch entsteht nicht nur eine hohe Beständigkeit, sondern auch eine besondere Tiefenwirkung der Farben.

„Es war für mich eine besondere Freude, an diesem markanten Haus arbeiten zu dürfen und als bildende Künstlerin ein prägnantes Zeichen für den sechsten Bezirk zu setzen,“ erklärt Luisa Kasalicky.

„Mit dieser einmaligen Fassadengestaltung zeigen wir, dass Wohnbau heute mehr leisten kann als reine Funktionalität“, betont Markus Fichta, stellvertretender Generaldirektor des ÖSW Konzern. „Als gemeinnütziger Wohnbauträger verstehen wir jedes Gebäude immer auch als Teil eines größeren Ganzen: eines Grätzls, einer Nachbarschaft, einer Stadt. ‚Vektorgotik‘ stärkt dieses Umfeld, indem es dem Haus neue Sichtbarkeit verleiht und einen Identifikationspunkt schafft.“

„Ich freue mich, dass nach dem Projekt mit Anna Meyer (Pohlgasse 16-18) nun die Arbeit von Luisa Kasalicky mit dem ÖSW realisiert wurde. Es ist spannend, ihren analytischen und zugleich spielerischen Dialog mit der bestehenden Architektur nachzuvollziehen“, freut sich Cornelia Offergeld, künstlerische Leiterin von KÖR Wien. „Ihre für die Fassade entwickelten Ornamente zerlegen sich in immer neue Kompositionen. Es sind diese lustvollen Einladungen an Betrachter:innen, sich mit dem gebauten Umraum ihrer Stadt auseinandersetzen, die Kunst im öffentlichen Raum auszeichnet.“

Mehr Informationen zur Arbeit: www.koer.or.at/projekte/vektorgotik